Leewellenflüge am Ith, Oktober 1997
Dokumentinterne Links:
Dokumentübergreifende Links:

[N.N., FVA Aachen] :
Auszüge aus einem Bericht der FVA von 1997.
Das Tagesdatum der Flugtage ist leider nicht nachvollziehbar.
Alle Flüge fanden während des Fliegerlagers vom 18. 10. – 2. 11. 1997 statt.

(18.10.97 : ??)
Die diesjährige Expedition zum magischen Hang des Ith wurde zu einer sehr individuellen Veranstaltung, denn nur selten waren mehr als drei FVAIer gleichzeitig dort. Es begann damit, daß am ersten Wochenende des Lagers Marcel, Heinz (jun.) und Birne eintrafen, die dank der mitgebrachten Flugzeuge (ALF und ASW 27) auf ein passendes Sitzplatzverhältnis kamen.
Bei Süd- bis Südwestwind bildete sich eine Welle, die sie den Sprung zum Wiehengebirge wagen ließ. Uber Funk erfuhren sie von Holle, der mit der YS an der Porta flog, daß auch dort eine Welle steht. Das Team aus Bisperode hatte jedoch erhebliche Probleme, den Einstieg in diese Welle zu finden, da der Hang dort nur schwach trug. Auf weiteres Nachfragen ließ Holle schließlich die Katze aus dem Sack: Er war im F-Schlepp in die Welle gelangt! Die anderen schafften es aber auch schließlich so und konnten sich über der Porta tummeln. Bei der Rückkehr konnte man dann zwei 27en tief zurückschleichen sehen: Birne und Carsten Bartel (in der MH) hatten einen ungünstigen Flugweg gewählt und demonstrierten die Gleitleistungen dieses Flugzeugs.

Am nächsten Tag (19.10.97 ??) fiel es mir nicht schwer, aus den vorhandenen 5 Sitzplätzen den richtigen auszuwählen. Mit der ASW 27 konnte ich mich den ganzen Nachmittag lang am Hang austoben und feststellen, das man auch bei Nordwestwind bis fast zu den Ithwiesen gelangen kann (nur nicht ganz so schnell). Während die meisten anderen Piloten in der üblichen Welle direkt über dem Ort Bisperode flogen, hatte ich auf »hoch fliegen« keine Lust und die Hangkante für mich alleine.

(20.10.97: ??)
Das Wetter war ähnlich wie am Vortag; man konnte problemlos bis zu den Ithwiesen fliegen, zumindest anfangs. Thermik gab es auch, aber die war nur schwach und deshalb uninteressant. Schließlich waren wir ja zum Hangfliegen da! Der Wind drehte im Lauf des Tages noch mehr Richtung Nord, so daß die Ausflüge entlang der Hangkante immer kürzer wurden. Dafür konnte man am Nordkopf immer schneller fliegen, so daß man sein Gebiß und den Fahrwerkshebel der ASW 27 gut festhalten mußte; die Turbulenz an der Hangkante sorgte dafür. Wie eigentlich immer, bildete sich gegen Abend eine Welle. Auf merkwürdige Weise scheint das bei fast jeder Windrichtung zu gehen. Also wurde von Rasen auf Steigen umgewölbt und eingefleischten ASK 13-Fans demonstriert, daß Kunststoffsegelflugzeuge genauso langsam fliegen können. Es ging bis etwas über 800m, allerdings mit einem netten Anblick, da sich an der Kante des Ith ein paar Wolken bildeten, über denen man entlangfliegen konnte. Man sollte halt nie ohne Fotoapparat starten.