Voglerwelle am Ith, 31.10.2000
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[Bur, FVA (Aachen)]


 


[Jörg Dummann, LSV Bad Gandersheim]

Startzeit: 9:32 UTC / Landezeit: 14:58 UTC
Startort: Bisperode West (Alle Höhenangaben QFE Bisperode)
Flugzeugtyp: Foka 4
Wellenstandort: Ith, zwischen Hunzen und Dielmissen (vgl. Karte oben)
Einstiegsort: Ith/Hunzen Einstiegshöhe: ca. 450 m, gleich laminar mit ca. 2 m/s bis ca. 2.200 m, 0,5 m/s bis ca. 3.000 m
Seitliche Wellenausdehnung: Erflogen von Lüerdissen bis Wegensen. Die Bewölkung deutete allerdings daraufhin, daß das System oder mehrere Systeme sich in einer Linie vom Voglerlee über Hameln bis zur Porta erstreckte/n. Dies wurde vom Discus II der FVA auch erflogen.
Boden- und Höhenwindrichtung: SW
Höhenwindstärke: ca. 70 km/h, m.E. gegen 12:00 Uhr UTC zunehmend auf 90 km/h

Beim Start stand der Wind am Platz (Bisperode) auf SSW. Wer nicht hoch genug am hang ankam und nicht den mehr S exponierten Steinbruchbereich nutzte, soff ab.
Der Ith Richtung SE trug aber verläßlich, wenn auch reichlich turbulent. Schon auf dem Weg nach SE, den Hang mit ca. 450 m entlangfliegend, sah ich den vorausgeflogenen Discus II (vgl. Bericht oben) im Hangbereich zwischen Hunzen und Dielmissen gut steigen. Als ich ankam war er ca. 200 m höher als ich.
Ohne irgendwelche Anstalten oder Probleme ging es aus 450 m konstant mit 2 m/s am Vario - wie man es sich immer wünscht - auf 2.200 m. Dort wurde das Steigen unregelmäßiger und schwächer. Zeitweise war "Limousinenschaukeln" zu verspüren, hier als kaum spürbares rhythmisches Heben und Senken dea ganzen Flugzeugs - vielleicht verursacht duch eine der Wellenströmung aufgelagerte Scherungswellenbewegung geringer, kaum spürbarer Amplitude.
Während der gesamten Zeit des Aufstiegs war ein Loch in der Bewölkung zu beobachten, daß sich vom NE-Teil des Voglers und Iths bei den Ithwiesen im östlichen Bereich an Hameln vorbei und im westlichen Bereich etwa entlang des westlchen Wesertalschulter entlangzog. Die nördliche Begrenzung war nicht genau auszumachen. Vgl. hierzu auch die Fotos unten.
Die in dem ab 2.200 m geringeren Steigen gewonnene Höhe von ca. 3.000 m war nicht lange zu halten. Kein weiteres Steigen war zu finden, mit sich verdichtender Bewölkung unter mir gab es stetigen Höhenverlust.
Die Cu-Bewölkung zog unten, auch in der vertikalen Erstreckung mächtiger werdend, immer weiter zu und erzwang schließlich einen direkten Abstieg durch ein letztes Loch (weit im Luv des Hanges und der dort unter der Wolkendecke Fliegenden).
Mehrfach noch war die Cu-Decke durch sich wieder auftuende Löcher zu durchsteigen. Maximal bis 1600/1700 m. Jedesmal zog es aber wieder zu.
 

Die nachfolgenden Fotos werden in der Abfolge gezeigt, in der sie erstellt wurden.


Ein klein wenig Foka-Feeling...
Standort Ith (Hunzen), Blickrichtung SW, links unten (verdeckt) der Vogler.


Standort wie oben, Blickrichtung NW, rechts unten der Ith mit Steinbruch am Nordkopf.
Gut zu erkennen, daß sich das Wellensystem vom Ith über den Süntel und entlang des
Wesergebirges erstreckte.
Bemerkenswert sind auch die Undulationsformen, die an der Begrenzung des Altostratus-
Feldes zu beobachten sind. Die Höhe dieser Bewölkungsschicht war wegen fehlender
Strukturen für mich nicht zu schätzen, allerdings war der vertikale Abstand auch bei meiner
Gipfelhöhe noch recht komfortabel.


(Dto. - vgl.o.)


(Dto. - vgl.o.)


(Dto.- vgl.o. - Hier deutet sich schon das Verdichten des Bewölkungsbandes an.


(Dto.- vgl.o.)


(Vgl.o. - Blickrichtung SW)


Vgl.o. - Blickrichtung SW, unten links der Vogler, links neben der Datumsangabe
am unteren Bildrand Bodenwerder.


Vgl.o. - Blickrichtung NW
(Wie habe ich das Herannahen der Altostratus-Grenze herbeigesehnt, um ein bißchen
Sonnenwärme zu ergattern...)


So sah es dann schließlich unter der sich schließenden Cu-Decke - wieder im unteren
Stockwerk - aus (Standort s.o., Blickrichtung NW).


Selbsterklärend, vgl. Text oben.