Leewelle am Hanstein bei Steinheuterode (Uder)
[Christoph Schwan ("Töffi")]

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An eigenen Erfahrungen könnte ich die Welle bei Steinheuterorde (Uder) beisteuern, die wir am 3. Oktober 1990 anlässlich des Wiedervereinigungsfliegens zufällig gefunden und zwei Wochen später noch einmal ausgetestet haben, bevor die Möglichkeit, dort ein Segelfluggelände zu eröffnen, endgültig gescheitert ist. 
Diese Welle scheint sehr zuverlässig bei Windrichtungen zwischen 180 und 220 Grad zu sein. Sie entsteht im Lee des Kaufunger Waldes und wird durch den Hang am Hanstein richtig induziert. Wir fanden sie über dem "Wessen", einem kleinen Waldstück bei Uder. Aus der Winde, die wir damals noch hatten und die auf dem ehemaligen Agrarflugplatz einen ihrer letzten Einsätze in unseren Diensten absolvierte, ging es bei sehr mäßigem Wind (ca. 25 - 30 km/h) mit 0,5 bis einem Meter auf etwa 1000 m. Gar nicht auszudenken, wie es dort bei Starkwindwetterlagen gehen würde. 
Von Günterode ist das Gelände ganz gut zu erreichen. 
Ich bin anschließend noch ein paarmal zu Fuß dagewesen und habe Wolken und Vögel beobachtet. Diese Welle zieht sich über den ganzen Nordrand des Leinetals bis nach Kirchgandern - Reckershausen. 
Eine weitere Bestätigung erhielt ich durch einige ehemalige Agrarpiloten, die in Steinheuterode geflogen waren und die sehr lebhafte Erinnerungen an ruppige Starts und Landungen hatten.


Das beschriebene Wellengebiet befindet sich in der NE-Ecke der Kartendarstellung
(Westlich von Heiligenstadt (größter Ort im NE) findet sich Uder, 
nördlich davon Steinheuterode)