Leewelle vom 02.02.02 am Harz
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Vorläufiger Stand 5.5.02! Bericht noch in Arbeit...

Bericht von Karl-Heinz Dannhauer:

Wir haben zunächst einen Motorsegler losgeschickt, der aber kein Steigen ausmachen konnte. Das hat uns etwas verunsichert hinsichtlich der Tatsache gleich mit einem Segler im Schlepp loszurammeln. Ich bin dann mit Reiner Gutenmorgen im Motorsegler los und wir haben wirklich nur im Lee des Brocken quasi direkt dahinter Seigen gefunden. Es reichte aber nicht zum Abstellen des Motors. 
Ich hab dann entschieden mich mit der PW 5 direkt zum Brocken schleppen zu lassen. Das war ein langer Schlepp immer mit dem Gefühl, wenn es nicht klappt, wahrscheinlich auf dem Acker zu liegen. Um 12.15 Uhr ohne Steigen in 1800m ausgeklinkt und langsam runtergebastelt. Wahrscheinlich hat der Wind ab Mittag etwas mehr auf Süd gedreht, so das ich dann erst Null und dann eine Pinselbreite Steigen hatte. Ab 2.400 m ging es dann mit knapp 1m/sec und bei 2.800 m hatte ich 1m/sec konstant. Leider ist niemand mitgestiegen, der evtl. mit Transponder eine Freigabe hätte bewirken können. 
Die Höhe der Lenti die weit über die nordwestliche Begrenzung des Harzes hinausragte, war bei ca.5000 m. Schade, ich denke, man hätte problemlos ransteigen können. Entlang dieses so markierten Steiggebietes bin ich bis Goslar vorgeflogen (siehe Bild). Der Ith und das Weserbergland lagen quasi in greifbarer Nähe. Ich war über vier Stunden in der Luft und bin beim Rückflug in 2000 m in Aschersleben angekommen.


Loggerschrieb des Fluges von Karl-Heinz Dannhauer


Blick nach Nordwest aus 3000 m; im Vordergrund Goslar


Bild von Reiner Gutenmorgen am Abend, Standort Flugplatz Aschersleben

"Ich kann mir jetzt vorstellen was Du mit dem Begriff   "Limousinenschaukeln" gemeint hast. Ich habe das Phänomen beim Rückflug aus der Welle nach Aschersleben in ca. 2000 m unmißverständlich gemerkt (das Bild im Anhang (hier s.u.) zeigt die Region an)".

Info von Wolfgang Oesterwind:
Meinen Anteil an der Wellenerkundung im Harz habe ich am 2.2.2002 mit einer schnellen Harzüberquerung im F-Schlepp erbracht. Die Welle nicht gefunden aber dafür eine schöne Aussenlandung in Wernigerode gemacht.